ALLGEMEINCHIRURGIE

Die Chirurgie im Allgemeinen befasst sich mit der Vorbeugung, der Erkennung und der Behandlung von Erkrankungen, Verletzungen oder Fehlbildungen. Zudem beschäftigen sich Allgemeinchirurgen nach operativen Eingriffen mit der Nachsorge sowie der Rehabilitation ihrer Patienten.

Behandlungsspektrum:

  • Minimal invasive und offene Operation zur Behandlung von Leistenbrüchen
  • Entfernung der Gallenblase (minimal invasiv, offene Operation)
  • Behandlung gutartiger und bösartiger Erkrankungen der Schilddrüse
LEISTENBRUCH

Ein Leistenbruch (Leistenhernie, Hernia inguinalis) entsteht, wenn Schichten der Bauchwand den Leistenkanal durchbrechen. Es bildet sich eine tastbare Schwellung, die sich oft nach innen wegdrücken lässt.

  • Symptome: Sicht- und tastbare Schwellung in der Leistengegend, Ziehen und gegebenenfalls Schmerzen, die unter Belastung stärker werden
  • Ursache: Schwachstelle in der Bauchwand
  • Risikofaktoren: z.B. heftige Druckbelastung (Niesen, Husten, Pressen beim Stuhlgang, Heben schwerer Lasten etc.), chronischer Husten (etwa bei COPD oder Rauchen), Übergewicht, autoimmun bedingte Bindegewebserkrankungen (Kollagenosen), männliches Geschlecht
  • Mögliche Komplikationen: Einklemmung von Darmanteilen (Inkarzeration)
  • Behandlung: Ein Leistenbruch mit Symptomen wird in der Regel operiert. Wenn bei Männern der Leistenbruch keine oder kaum Symptome zeigt, kann zunächst abgewartet und die Hernie beobachtet werden.
GALLENSTEINE & Gallenblasenentzündungen

Die Gallenblase liegt im rechten Oberbauch unterhalb der Leber und hat eine längliche, sackartige Form. Sie speichert die von der Leber gebildete Gallenflüssigkeit (Galle).

Wenn Cholesterin, Gallenfarbstoffe und Kalke in der Gallenblase und den Ausführungsgängen ausfallen, dann bilden sich Gallensteine verschiedener Zusammensetzung und Form. Solche Steine bleiben in den meisten Fällen unbemerkt und verursachen keine Symptome. Sie können aber auch den Abfluss der Galle in den Darm behindern und attackenartige Oberbauchschmerzen mit Übelkeit und Erbrechen (Gallenkolik) auslösen. Weitere mögliche Folgen sind Gelbsucht (Ikterus) sowie eine Entzündung der Gallenwege (Cholangitis) oder der Gallenblase (Cholezystitis). Aufgrund der Vereinigung von Gallengang und Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse (bei den meisten Menschen), kann ein ungünstig gelegener Gallenstein auch zu einer Entzündung der Pankreas (Pankreatitis) führen.

In seltenen Fällen kann sich in der Gallenblase oder in den Gallenwegen ein bösartiger Tumor entwickeln.

SCHILDDRÜSE

Die Schilddrüse ist ein schmetterlingsförmiges Organ, das sich in der Halsregion vor der Luftröhre befindet. Sie hat eine wichtige Steuerungsfunktion für Körpervorgänge und fungiert als Hormonspeicher. Eine gestörte Schilddrüsenfunktion beeinträchtigt unterschiedlichste Körper- und Organfunktionen.

Je nach Grunderkrankung des Patienten unterscheidet man bei der Schilddrüsen-OP verschiedene Verfahren:

  • Entfernung eines Knotens (Enukleation)
  • Entfernung des größten Teils der Schilddrüse (Subtotale Schilddrüsen-OP)
  • Entfernung eines Schilddrüsenlappens (Hemithyreoidektomie)
  • Vollständige Entfernung der Schilddrüse (Thyreoidektomie)

Wann eine Schilddrüsen-OP notwendig ist:

  • Schilddrüsenvergrößerung, eventuell mit Einengung umliegender Organe (Struma)
  • Ungesteuerte Produktion von Schilddrüsenhormonen
  • Schwerer Verlauf des Morbus Basedow (autoimmunbedingte Schilddrüsenunterfunktion)
  • Massive Stoffwechselentgleisung bei Schilddrüsenüberfunktion (thyreotoxische Krise)

Nach erfolgter Untersuchung berate ich Sie gerne über die möglichen Therapieoptionen.

TERMIN VEREINBAREN
PRIV.-DOZ. DDR. PATRICK NIERLICH, MBA, FEBVS
Wiener Privatklinik
Pelikangasse 15
1090 Wien
Tel.: +43 660 1818767ordination@chirurgie-nierlich.at
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