GEFÄSSCHIRURGIE

Das Arbeitsgebiet der Gefäßchirurgie sind die Blutgefäße. Dabei kümmere ich mich als Gefäßchirurg um notwendige Untersuchungen zur Beurteilung des Gefäßzustandes und um die operative Behandlung von erkrankten oder verletzten Blutgefäßen.

Dazu gehört beispielsweise die Behandlung von:

  • Schaufensterkrankheit (pAVK, Raucherbein)
  • Gefäßerweiterungen (z.B. Aortenaneurysma)
SCHAUFENSTERKRANKHEIT

Raucherbein ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) in den Beinen. Denn das Rauchen gilt als wichtigster Risikofaktor für die pAVK. Bei einer pAVK bilden sich aufgrund von Arterienverkalkung (Arteriosklerose) Engstellen in den Arterien. Diese behindern den Blutfluss und führen damit zu Sauerstoffmangel im Gewebe. Wenn Betroffene es schaffen mit dem Rauchen aufzuhören, verbessert dies die Prognose deutlich.

Die Therapie der pAVK richtet sich in erster Linie nach den persönlichen Voraussetzungen des Patienten und dem Stadium, in dem das Raucherbein erkannt wurde.

GEFÄSSERWEITERUNGEN (ANEURYSMA)

Ein Aneurysma ist eine krankhafte Schwachstelle eines Blutgefäßes, an der sich die Gefäßwand meist sackförmig, beeren- oder spindelartig erweitert. In den meisten Fällen bilden sich Aneurysmen in Arterien, denn in ihnen herrscht ein höherer Druck als in den Venen. Meist spürt man sie nicht. Gefährlich wird es, wenn das Aneurysma reißt. Dann können lebensbedrohliche Blutungen auftreten.

Kleinere, symptomlose Aneurysmen müssen oft nicht sofort behandelt werden. Wichtig ist, dass der Blutdruck im unteren normalen Bereich (120/80 mmHg) bleibt. Hierfür wird eventuell ein blutdrucksenkendes Medikament eingesetzt.

Erreicht ein Aortenaneurysma einen Durchmesser von sechs Zentimetern in der Bauchaorta beziehungsweise fünfeinhalb Zentimetern im Brustraum, steigt die Gefahr, dass die Gefäßwand einreißt. In diesem Fall muss ein Aortenaneurysma behandelt werden.

Bei einem Aneurysma im Gehirn ist die Lage oft noch heikler. Je nach Lage und Zustand des Gefäßes ist die Gefahr unterschiedlich groß, bei einem Eingriff eine Hirnverletzung zu verursachen, die gravierende bleibende Schäden haben kann.

Operation oder nicht – diese Entscheidung muss man nach erfolgter Untersuchung gemeinsam mit Ihnen individuell abwägen.

Termin vereinbaren
PRIV.-DOZ. DDR. PATRICK NIERLICH, MBA, FEBVS
Wiener Privatklinik
Pelikangasse 15
1090 Wien
Tel.: +43 660 1818767ordination@chirurgie-nierlich.at
envelopesmartphone